Geisterspiel am Millerntor

Dem FC St. Pauli droht gegen Werder ein Geisterspiel, also ein Kick ohne Zuschauer. Verordnet hat diese Strafe der DFB – doch der Kiezklub wehrt sich. Beim HSV dürfen die Fans zwar rein, wehren sich aber gegen zu hohe Preise. Nur für Handball-Fans gibt es derzeit keinen Grund zur Klage.

Was wäre Fußball ohne Fans? Der FC St . Pauli muss es beim nächsten Heimspiel am 23. April gegen Werder Bremen vielleicht herausfinden. Der Klub soll auf die Unterstützung der Zuschauer verzichten – als Strafe für den Becherwurf eines Fans, der beim Schalke-Spiel einen Spielabbruch provoziert hatte. Für den Kiezklub wäre dies ein schwerer Schlag: Den Support der Fans kann die Mannschaft im Abstiegskampf gut gebrauchen. Ein Geisterspiel reiße zudem ein Loch in Höhe eines „mittleren sechsstelligen Betrags“ in die Vereinskasse, so Presseprecher Christian Bönig. Der Verein hat gegen das Urteil Widerspruch eingelegt, Hamburg 1 war bei der Pressekonferenz dabei.

Ob am grünen Tisch oder auf grünem Rasen: St. Pauli braucht endlich wieder ein Erfolgserlebnis: Am Besten gleich am Sonntag, 17 Uhr, gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen.

Eine ähnliche schwere Aufgabe erwartet den Hamburger SV im Heimspiel gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund am Samstag um 15.30 Uhr. Gegen die derzeit spielstärkste deutsche Mannschaft muss sich Trainer Michael Oenning etwas einfallen lassen: NDR.de spielt schon mal die taktischen Möglichkeiten durch. Die HSV Supporters tun sich vor dem Spiel mit den BVB-Fans zusammen und rufen zur Demo auf. Zusammen – unter dem Dach des Bündnisses „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ – wollen die Fans ein Zeichen setzen gegen zu hohe Eintrittspreise. Um 11.30 Uhr beginnt die Kundgebung am Rathausmarkt.

An gleicher Stelle wollen die Fans des HSV-Handball in zwei Monaten ihre Mannschaft bejubeln: Nach dem Sieg in Flensburg und der  Niederlage Kiels gegen die Rhein-Neckar Löwen ist dem Team von Trainer Martin Schwalb der Meistertitel kaum mehr zu nehmen. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten beträgt stolze acht Punkte. Die Mopo lässt schon mal die Sektkorken knallen und erinnert an die letzten „großen“ Meisterfeiern in Hamburg. Zunächst müssen aber noch ein paar Spiele gewonnen werden: Am Sonntag soll der Traum vom Titel wieder ein Stück realer werden. Spielbeginn gegen den TV Großwallstadt ist um 17.30 Uhr.

Noch ein zweites Mal heißt es an diesem Wochenende übrigens HSV gegen Dortmund: Am Sonntag um 12 Uhr geben die HSV Stealers gegen die Dortmund Wanderers das Heimdebüt ihrer 20. Bundesligasaison im Baseball. Das Abendblatt berichtet.

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