HSV: Die Hoffnung stirbt zuallerletzt

Als HSV-Fan hat man sich intensiv mit Hoffnungen auseinandergesetzt. Durch die jüngsten Entscheidungen im Verein haben diese neuen Nährboden erhalten. Doch auf was darf man hoffen und auf was nicht? Aussichten und Zukunftsspielchen. Von Joschka Frech

Noch vier Spieltage bis zum Saisonende. Dem Verein fehlt Geld, man wird sich bald von beliebten Spielern verabschieden müssen. Auch einen Platz im internationalen Geschäft wird es wieder nicht geben. Klingt nach einem hoffnungslosen Fall? Anscheinend nicht.

Seit heute sind die Rahmenbedingungen für die kommende Saison geschaffen: Trainer bleibt Michael Oenning, mindestens bis 2012; die Spieler scheint das zu freuen. Sportdirektor wird bekanntermaßen Frank Arnesen, nun aber schon ab dem 22. Mai, also einen Monat früher als geplant. Der Vorstand ist solide aufgestellt, man könnte von einer frischen (Nordsee-) Brise sprechen, die beim Traditionsklub von der Elbe derzeit weht.

Eine solche Planungssicherheit hat es in den letzten Jahren, die durchsetzt waren von Trainerwechseln, Sportdirektor-Mobbing und Last-Minute-Transfers, nur äußerst selten gegeben. Frank Arnesen konnte sich dank zahlreicher Besuche in Hamburg schon mit dem Verein und seinem zukünftigen Trainer Oenning bekannt machen. Der Coach selbst kennt die Mannschaft und kann einschätzen auf welchen Positionen Spielerverkäufe, die benötigtes Geld einbringen, am ehesten verschmerzt werden können. Und der mahnende Zeigefinger im Hintergrund, Präsident Jarchow und seine Männer, zeigt den wirtschaftlichen Rahmen auf. Die Mannschaft selbst kann um ein Gerüst aus aktuellen Spielern grunderneuert werden.

Für mich bedeutet das konkret: Arnesen, sein persönlicher Spezi Lee Congerton und Oenning mit Co-Trainer Cardoso bestimmen Ende Mai, welche Spieler aus Leistungsgründen abzugeben sind. Jarchow und Co. nennen dann ihre Vorstellungen für mögliche Transfererlöse. Aus diesen Planspielen und den Angeboten anderer Vereine für den ein oder anderen (Top-)Spieler ergibt sich dann der „Action Plan“ für die nächste Saison. Soweit die Theorie.

Es muss allerdings gehofft werden – um diesen Begriff noch etwas weiter zu strapazieren – dass Arnesen und sein Team ihrem Ruf auch nachkommen und junge, talentierte Fußballer für kleines Geld zum HSV locken können. Gleichzeitg  müssen zahlungskräftige Abnehmer für die Top-Verdiener und ausgedienten Stars im Kader gefunden werden.

Doch was genau muss in den vier Mannschaftsteilen passieren? Welche Spieler stehen im Fokus der HSV-Macher und welche Spieler werden den Verein verlassen (müssen)? Diesen Fragen will ich ab sofort wöchentlich auf den Grund gehen. Dabei soll ein grober Überblick über Gerüchte, Hinweise und eigene Ideen entstehen. Eine Art fiktive Kaderplanung für den Hamburger SV in der Saison 2011/2012. Der erste Teil der Serie startet nächste Woche : „Drobny und was dahinter? Die Torwart-Position“.

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