Sport: Veh entlassen / Rost: „Leute werden enteiert!“

Der HSV kommt nicht zur Ruhe: Nach der bitteren 0:6-Niederlage beim FC Bayern hat sich der Verein mit sofortiger Wirkung von Trainer Armin Veh getrennt. Stimmen zur HSV-Misere.

Der Frust über die Klatsche beim FC Bayern war zu groß: Der HSV hat sich von Trainer Armin Veh getrennt. Veh hatte Anfang der Woche schon seinen Abschied zum Saisonende angekündigt, allerdings kam er mit diesem Schritt nur der Vereinsführung zuvor. Das sprichwörtliche Tischtuch – es war längst zerschnitten.

Vehs Nachfolger ist dessen Assistenzcoach Michael Oenning (45), der zusammen mit Ex-Profi Rodolfo Cardoso die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen soll. Oenning, so Reinhardt am Vormittag, habe jetzt die Chance, sich für die nächste Saison als Chef-Trainer zu empfehlen. Auch wenn der frühere Lehrer Oenning nie Mathe unterrichtet hat: Die Wahrscheinlichkeit für eine Langzeitanstellung kann er mühelos mit einem Blick auf die HSV-Historie errechnen: Oenning ist der elfte (!) HSV-Trainer seit 2001.

Eine beschämende Bilanz, findet Patrick Krull von Welt Online. Er schreibt: „Die Wahrheit ist, dass jeder Bananenhändler an der Straßenecke sein Kerngeschäft disziplinierter und mit mehr Weitsicht hegt als der HSV“. Den entlassenen Trainer Armin Veh nimmt er in Schutz: „Der HSV mit all seinen Institutionen und Wichtigtuern (…)  hat den Erfolg in dieser Saison viel mehr kaputt geredet, als es Veh je geschafft hätte.“

Dieter Matz macht für die Niederlage gegen die Bayern zunächst die Spieler verantwortlich (mit Ausmahme von Frank Rost und David Jarolim): Er vergleicht die Mannschaft mit einem „bemitleidenswerten Papiertiger“, dann holt er zum Rundumschlag gegen die Vereinsführung aus: „Diese Leute, die nun am Werke sind, haben den ruhmreichen Namen HSV der Lächerlichkeit preis gegeben, sie alle haben die Raute beschmutzt. Aber wer nun den Vorstand, der nicht mehr im Amt bleiben soll, glorifiziert, der liegt auch absolut daneben – wer hat denn diese Mannschaft zusammengestellt?“

Torwart Frank Rost, der in der Allianz-Arena sechs Mal hinter sich greifen musste, um den Ball aus dem Netz zu fischen, machte seinem Ärger nach dem Spiel Luft. In einem sehenswerten Interview mit Liga Total („Leute werden enteiert!“) kritisierte der Keeper unter anderem den Noch-Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann. Dieser war trotz der schwierigen Lage des HSV in den Ski-Urlaub gefahren anstatt ins Stadion zu kommen. Die Mopo fragt: „Fliegt Rost jetzt raus?“

Eure Meinung interessiert uns:

  • Sollte Frank Rost für sein Interview aus dem Kader fliegen?
  • Wer trägt die Schuld an der sportlichen Misere?
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Ein Kommentar

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