Kultur à la Dulsberg

Dulsberg, wo ist das denn? Stirnrunzeln, fragende Blicke. Das erntet man oft, kommt man auf den kleinen Stadtteil zwischen Barmbek und Wandsbek zu sprechen. Oder es kommen Klischees: „Dulsberg ist ein grauer kriegszerstörter Stadtteil im Osten von Hamburg“,  so beschrieb ein Spiegel-Autor das Viertel vor gut einem Jahr. Kein Ort für Künstler, diese gingen lieber nach Altona. Dass der Autor je einen Schritt in das Quartier gesetzt hat, ist zu bezweifeln. Denn es bewegt sich etwas in diesem Teil der Stadt.

Grau ist anders: Die Mühlhäuser Straße in Dulsberg

Rote Klinkerbauten reihen sich aneinander.  Grüne Parkmeilen laden im Sommer zum Grillen ein. Kriegszerstört und grau sieht anders aus. Und auch das kulturelle Programm verändert sich.

Der Stadtteil wird jünger: Günstige Mieten und ein guter U-Bahnanschluss ziehen Studenten, junge Familien und Berufseinsteiger in den Hamburger Osten. Etwa jeder dritte Dulsberger war 2009 zwischen 20 und 35 Jahre alt. Das sind zehn Prozent mehr als im Hamburger Schnitt.

Einige der Projekte und Veranstaltungen existieren seit langem. Andere entstanden erst im vergangenen Jahr. Hier eine Auswahl:

Hofjam, Poetry Slam und Frauenfestival im Kulturhof

Seit November veranstaltet das Stadteilbüro einen Hof-Jam im Kulturhof. Alle vier Monate spielen hier Musiker aus der ganzen Stadt und bringen Blues, Jazz und Rock in den roten Osten. Vier Mal im Jahr finden in Dulsberg seit vergangenem April auch Poetry Slams statt. Nächster Termin ist der 7. Juni.

Im Rahmen des 6. Internationalen Frauenfestivals ist der Kulturhof am 2. April aber erst einmal für das weibliche Geschlecht reserviert. Unter dem Motto „Frischer Wind für Kopf und Sinne“  werden Workshops zu Afrikanischem Tanz oder Hatha Yoga angeboten. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen kostenlos oder basiert auf Spendenbasis.

Galerie DulsART

Beim „Kulturratschlag“ 2007, einer Veranstaltung zu der Dulsberger eigene Projektideen einbringen können,  stand die Frage im Raum, was man hier verändern sollte. Ein Ort für Maler müsse her, hieß es. Ein Jahr später eröffnete die Galerie DulsArt. Die Räume spendierte die SAGA. Seitdem laufen dort regelmäßig Ausstellungen der Künstlergruppe des Stadtteils. Im April zeigen alle Maler ihre Kunstwerke. Das Motto: „Ist das Kunst oder kann das wech.“

Nur einige Schritte hinter der Dulsberger Grenze…

… liegt das Museum der Arbeit und die Zinnschmelze. Auf dem Gelände finden neben Lesungen auch Kulturflohmärkte und Konzerte statt. Im Moment läuft im Museum die Sonderausstellung Werbewelten made in Hamburg.

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Eine Antwort zu “Kultur à la Dulsberg

  1. Pingback: Dulsberg ist jung | dulsbergblog

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